AK­TU­EL­LES

PROF. DR. MAR­CUS ARNDT - Work­shop „Er­schlie­ßungs- und Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­ge“
08.11.2022, Kiel

AB­GA­BEN­RECHT KOM­MU­NAL­RECHT UND KOM­MU­NA­LES WIRT­SCHAFTS­RECHT

RA Prof. Dr. Mar­cus Arndt wird beim Work­shop „Er­schlie­ßungs- und Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­ge“ CO­MU­NA Ge­sell­schaft für Kom­mu­nal- und Wirt­schafts­be­ra­tung mbH ge­mein­sam mit Frau Helga Kus­ter­ka (ehe­ma­li­ge Rich­te­rin am VG Schles­wig) und Herrn Wolf­gang Belz (CO­MU­NA GmbH Kiel) die ak­tu­el­le Recht­spre­chung zu den bei­den Rechts­ge­bie­ten der Er­schlie­ßungs- und Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­ge vor­stel­len.

WEI­TE­RE IN­FOR­MA­TIO­NEN UND AN­MEL­DUNG

PROF. DR. MAR­CUS ARNDT

PROF. DR. MAR­CUS ARNDT - Kom­mu­na­le Ab­ga­ben­ta­ge Nord 2022
14.11.2022 bis 15.11.2022, Ham­burg

AB­GA­BEN­RECHT KOM­MU­NAL­RECHT UND KOM­MU­NA­LES WIRT­SCHAFTS­RECHT

RA Prof. Dr. Mar­cus Arndt wird ge­mein­sam mit Prof. Dr. Chris­toph Brü­ning (Lehr­stuhl für Öf­fent­li­ches Recht und Ver­wal­tungs­wis­sen­schaf­ten; Di­rek­tor des In­sti­tuts für Öf­fent­li­ches Wirt­schafts­recht an der Uni­ver­si­tät Kiel; Prä­si­dent des Schles­wig-Hol­stei­ni­schen Lan­des­ver­fas­sungs­ge­richts) im Rah­men eines zwei­tä­gi­gen Fach­se­mi­nars viel­fäl­ti­ge Fra­gen rund um kom­mu­na­le Ab­ga­ben be­ant­wor­ten. Die Ver­an­stal­tung bie­tet einen Über­blick über die Grund­la­gen und über ak­tu­el­le Rechts­fra­gen bei der Er­he­bung von Be­nut­zungs­ge­büh­ren und An­schluss­bei­trä­gen ein­schließ­lich spe­zi­el­ler Ge­büh­ren­ar­ten.

WEI­TE­RE IN­FOR­MA­TIO­NEN UND AN­MEL­DUNG

PROF. DR. MAR­CUS ARNDT

Be­schluss des Schles­wig-Hol­stei­ni­schen Ober­ver­wal­tungs­ge­richts vom 04.08.2022
5 MB 15/22 – Zweit­woh­nungs­steu­er: Maß­stabs­re­ge­lung mit „rei­nem Bo­den­richt­wert“ im Eil­ver­fah­ren ge­hal­ten

AB­GA­BEN­RECHT KOM­MU­NAL­RECHT UND KOM­MU­NA­LES WIRT­SCHAFTS­RECHT

Das OVG Schles­wig hat in einem Eil­ver­fah­ren den An­trag eines Steu­er­pflich­ti­gen auf Aus­set­zung der Voll­zie­hung sei­nes Zweit­woh­nungs­steu­er­be­schei­des ab­ge­lehnt. Ge­gen­stand des Eil­ver­fah­rens war der Zweit­woh­nungs­steu­er­be­scheid auf der Grund­la­ge einer Sat­zung, die unter an­de­rem den „rei­nen Bo­den­richt­wert“ als Maß­stabs­fak­tor vor­sah. Das OVG er­ach­te­te die Maß­stabs­re­ge­lung nicht als of­fen­sicht­lich rechts­wid­rig. Die end­gül­ti­ge Be­ant­wor­tung der Frage, ob der „reine Bo­den­richt­wert“ als Maß­stabs­grö­ße für die Be­mes­sung der Zweit­woh­nungs­steu­er ge­eig­net sei, hat das Ge­richt einer Ent­schei­dung im Haupt­sa­che­ver­fah­ren vor­be­hal­ten. RA Prof. Dr. Arndt hat die steu­er­er­he­ben­de Ge­mein­de ver­tre­ten.

PROF. DR. MAR­CUS ARNDT

PROF. DR. AN­GE­LI­KA LEP­PIN - Win­ter­ta­gung der Ar­beits­ge­mein­schaft für Ver­wal­tungs­recht des DAV
On­line­vor­trag am 09.12.2022

ÖF­FENT­LI­CHES BAU­RECHT

Prof. Dr. An­ge­li­ka Lep­pin wird im Rah­men der Win­ter­ta­gung der Ar­beits­ge­mein­schaft für Ver­wal­tungs­recht im Deut­schen An­walt­ver­ein - Lan­des­grup­pe NRW - zum Thema "Pla­nungs­scha­dens­recht nach §§ 39 ff. BauGB– oft ge­le­sen und nie (rich­tig) ver­stan­den?" spre­chen.  Die Ver­an­stal­tung fin­det on­line statt.

Prof. Dr. An­ge­li­ka Lep­pin

PROF. DR. AN­GE­LI­KA LEP­PIN - 11. Nord­deut­scher Ver­wal­tungs­rechts­tag
Prä­senz­ver­an­stal­tung am 25.11.2022 und 26.11.2022, Ham­burg

ÖF­FENT­LI­CHES BAU­RECHT

Prof. Dr. An­ge­li­ka Lep­pin wird auf dem 11. Nord­deut­schen Ver­wal­tungs­rechts­tag in Ham­burg zum Thema "Pla­nungs­scha­dens­recht nach §§ 39 ff. BauGB– oft ge­le­sen und nie (rich­tig) ver­stan­den?" spre­chen.

wei­te­re In­for­ma­tio­nen und An­mel­dung

Prof. Dr. An­ge­li­ka Lep­pin

Be­schluss des Schles­wig-Hol­stei­ni­schen Ober­ver­wal­tungs­ge­richts vom 18.05.2022
3 MB 1/21 – Aldi – So­fort­voll­zug stif­tungs­auf­sicht­li­cher An­ord­nung be­stä­tigt

STIF­TUNGS­RECHT

Das OVG Schles­wig hat im Fa­mi­li­en­streit der ALDI-Nord-Erben den So­fort­voll­zug einer An­ord­nung der Stif­tungs­auf­sicht des Krei­ses Rends­burg-Eckern­för­de ge­bil­ligt und die da­ge­gen ge­rich­te­te Be­schwer­de zu­rück­ge­wie­sen. Die Witwe und ein Teil der Nach­kom­men von Bert­hold Al­brecht hat­ten gel­tend ge­macht, den Vor­stand der Ja­ko­bus Stif­tung, einer von drei Ei­gen­tü­me­rin­nen der Aldi-Nord-Un­ter­neh­mens­grup­pe, mit drei Töch­tern des Stif­ters und einem selbst ge­wähl­ten Rechts­an­walt be­set­zen zu dür­fen. Hier­ge­gen war die Stif­tungs­auf­sicht ein­ge­schrit­ten, hatte eine ord­nungs­ge­mä­ße Be­set­zung des Vor­stands an­ge­ord­net und die An­ord­nung für so­fort voll­zieh­bar er­klärt. Das gegen die so­for­ti­ge Voll­zieh­bar­keit ge­rich­te­te Eil­ver­fah­ren blieb nun end­gül­tig ohne Er­folg. Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt hat der Stif­tungs­auf­sicht die Recht­mä­ßig­keit des So­fort­voll­zugs der An­ord­nung be­stä­tigt. RA Prof. Dr. Arndt hat die Stif­tungs­auf­sicht be­ra­ten und ver­tre­ten.

Be­richt des Han­dels­blatts

PROF. DR. MAR­CUS ARNDT

PROF. DR. MA­RI­US RAABE – 17. Ver­ga­be­rechts­fo­rum Nord des VHW

VER­GA­BE­RECHT

27.06.2022 - 28.06.2022, Ham­burg

Prof. Dr. Ma­ri­us Raabe wird auf dem 17. Ver­ga­be­rechts­fo­rum Nord des vhw zum Thema "Auf­he­bung von Ver­ga­be­ver­fah­ren" spre­chen.

PROF. DR. MA­RI­US RAABE

PROF. DR. AN­GE­LI­KA LEP­PIN - 34. Lan­des­ta­gung des Fach­ver­ban­des der Haupt­ver­wal­tungs­be­am­ten der Kom­mu­nen in Schles­wig-Hol­stein
20.04.2022 bis 22.04.2022, San­kel­mark

ÖF­FENT­LI­CHES BAU­RECHT

Prof. Dr. An­ge­li­ka Lep­pin wird auf der 34. Lan­des­ta­gung des Fach­ver­ban­des der Haupt­ver­wal­tungs­be­am­ten der Kom­mu­nen in Schles­wig-Hol­stein in Ham­burg zum Thema "Fall­stri­cke in der Bau­leit­pla­nung" spre­chen.

Prof. Dr. An­ge­li­ka Lep­pin

Ur­tei­le des VG Schles­wig vom 23.03.2022
4 A 154/21 und 4 A 178/21 – Neue Zweit­woh­nungs­steu­er­sat­zun­gen in Schles­wig-Hol­stein nur teil­wei­se vom Ver­wal­tungs­ge­richt ge­bil­ligt

AB­GA­BEN­RECHT KOM­MU­NAL­RECHT UND KOM­MU­NA­LES WIRT­SCHAFTS­RECHT

Mit zwei grund­le­gen­den Kam­mer­ur­tei­len hat das Schles­wig-Hol­stei­ni­sche Ver­wal­tungs­ge­richt erst­mals in Haupt­sa­che­ver­fah­ren über Zweit­woh­nungs­steu­er­be­schei­de auf der Grund­la­ge zwi­schen­zeit­lich in Schles­wig-Hol­stein von den Städ­ten und Ge­mein­den ver­wen­de­ter Zweit­woh­nungs­steu­er­sat­zun­gen ent­schie­den. Diese neuen Sat­zun­gen ent­hal­ten neu­ar­ti­ge Flä­chen­maß­stä­be, die je­weils um La­ge­wert-, Bau­jah­res- und Ge­bäu­de­art­fak­to­ren er­gänzt wer­den. Das neue Sat­zungs­recht war er­for­der­lich ge­wor­den, nach­dem der frü­her üb­li­che Sat­zungs­maß­stab, der Miet­wert der Woh­nung auf der Grund­la­ge der in­de­xier­ten Jah­res­roh­mie­te, vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt nicht mehr für recht­mä­ßig er­ach­tet wor­den war (BVerfG, Kam­mer­be­schlüs­se vom 18.07.2019 - 1 BvR 807/12, 1 BvR 2917/13). Das Ver­wal­tungs­ge­richt hielt die Sat­zung in einem der bei­den Fälle für rechts­wid­rig. Die Sat­zung sah den für das Grund­stück maß­geb­li­chen Bo­den­richt­wert als La­ge­wert­fak­tor vor. In einem an­de­ren Fall er­ach­te­te es die Sat­zung für recht­mä­ßig. Hier sah die Sat­zung das Ver­hält­nis des für das Grund­stück maß­geb­li­chen Bo­den­richt­werts zum höchs­ten Bo­den­richt­wert im Sat­zungs­ge­biet zu­züg­lich dem Wert 1 als La­ge­wert­fak­tor vor. Das Ge­richt hat je­weils die Be­ru­fung zu­ge­las­sen. RA Prof. Dr. Arndt hat die je­weils be­klag­ten Städ­te ver­tre­ten.

Pres­se­mit­tei­lung des Ver­wal­tungs­ge­richts

PROF. DR. MAR­CUS ARNDT

Ur­teil des VG Han­no­ver vom 09.02.2022
4 A 3597/20 – Klage gegen die Ge­neh­mi­gung eines groß­flä­chi­gen „De­c­ath­lon“-Sport­fach­mark­tes in Stuhr er­folg­los

ÖF­FENT­LI­CHES BAU­RECHT KOM­MU­NAL­RECHT UND KOM­MU­NA­LES WIRT­SCHAFTS­RECHT

Mit Ur­teil vom 09.02.2022 hat das VG Han­no­ver in ers­ter In­stanz die Klage der Stadt Del­men­horst gegen die von der be­klag­ten Ge­mein­de Stuhr er­teil­te Bau­ge­neh­mi­gung für einen groß­flä­chi­gen Sport­fach­markt in Stuhr ab­ge­wie­sen. Die Stadt Del­men­horst mein­te, die Bau­ge­neh­mi­gung ver­let­ze das in­ter­kom­mu­na­le Ab­stim­mungs­ge­bot und Ziele des Lan­des­raum­ord­nungs­pro­gramms; durch den Sport­fach­markt werde die Funk­ti­ons­fä­hig­keit der Del­men­hors­ter In­nen­stadt mit ihrem Ver­sor­gungs­auf­trag durch Um­satz­ver­schie­bun­gen nach Stuhr ver­letzt. Dem ist das Ver­wal­tungs­ge­richt nicht ge­folgt. Die Ge­mein­de Stuhr habe die schutz­wür­di­gen Be­lan­ge der Stadt Del­men­horst feh­ler­frei ab­ge­wo­gen, unter an­de­rem auf der Grund­la­ge von zwei gut­ach­ter­li­chen Un­ter­su­chun­gen. Au­ßer­dem gehe auch das ei­ge­ne Ein­zel­han­dels­kon­zept der Stadt Del­men­horst trotz be­ste­hen­der De­fi­zi­te von einer grund­sätz­li­chen Funk­ti­ons­fä­hig­keit ihres zen­tra­len Ver­sor­gungs­be­reichs aus. Das Ver­wal­tungs­ge­richt hat die Be­ru­fung zum Nie­der­säch­si­schen Ober­ver­wal­tungs­ge­richt zu­ge­las­sen. RA'in Prof. Dr. An­ge­li­ka Lep­pin hat die be­klag­te Ge­mein­de er­folg­reich ver­tre­ten.

PRES­SE­MIT­TEI­LUNG des VG HAN­NO­VER

BE­RICHT im WESER-KU­RIER (hin­ter der Be­zahl­schran­ke)

PROF. DR. AN­GE­LI­KA LEP­PIN

Ur­teil des Bun­des­ge­richts­hofs vom 21.10.2021
III ZR 166/20 – keine Amts­haf­tung der Ge­mein­de für rechts­wid­rig ver­sag­tes ge­meind­li­ches Ein­ver­neh­men

ÖF­FENT­LI­CHES BAU­RECHT KOM­MU­NAL­RECHT UND KOM­MU­NA­LES WIRT­SCHAFTS­RECHT

Mit Ur­teil vom 21.10.2021 hat der Bun­des­ge­richts­hof die Re­vi­si­on gegen ein Ur­teil des Schles­wig-Hol­stei­ni­schen Ober­lan­des­ge­richts vom 25.06.2020 zu­rück­ge­wie­sen. Das Schles­wig-Hol­stei­ni­sche Ober­lan­des­ge­richt hatte da­mals ent­schie­den, dass die Re­ge­lun­gen über das ge­meind­li­che Ein­ver­neh­men bei bau­li­chen Vor­ha­ben je­den­falls in ihrer Aus­ge­stal­tung durch das schles­wig-hol­stei­ni­sche Lan­des­recht nicht dritt­schüt­zend sind und einen Amts­haf­tungs­an­spruch gegen eine das Ein­ver­neh­men rechts­wid­rig ver­sa­gen­de Ge­mein­de ab­ge­lehnt (Schles­wig-Hol­stei­ni­sches Ober­lan­des­ge­richt, Ur­teil vom 25.06.2020 – 11 U 41/19 –). Die gegen die­ses Ur­teil ge­rich­te­te Re­vi­si­on hat nun­mehr der Bun­des­ge­richts­hof zu­rück­ge­wie­sen und damit die Ent­schei­dung des Ober­lan­des­ge­richts be­stä­tigt. Die Ent­schei­dungs­grün­de des Bun­des­ge­richts­hofs lie­gen noch nicht vor. RA'in Prof. Dr. An­ge­li­ka Lep­pin hat die be­klag­te Ge­mein­de er­folg­reich in den bei­den Vor­in­stan­zen ver­tre­ten und für die Re­vi­si­ons­in­stanz den am Bun­des­ge­richts­hof zu­ge­las­se­nen RA Prof. Dr. Vol­kert Vor­werk hin­zu­ge­zo­gen.

PROF. DR. AN­GE­LI­KA LEP­PIN

In­for­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung "Si­che­rung der Wert­schöp­fung aus Solar-Frei­flä­chen­an­la­gen für die Re­gi­on" am 25.10.2021

EN­ER­GIE­WIRT­SCHAFTS­RECHT KOM­MU­NAL­RECHT UND KOM­MU­NA­LES WIRT­SCHAFTS­RECHT ÖF­FENT­LI­CHES BAU­RECHT

Am 25.10.2021 haben RA Dr. To­bi­as Thien­el, LL.M., und RA Rai­ner Bökel im Rah­men einer In­for­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung für kom­mu­na­le Ent­schei­dungs­trä­ger aus Eh­ren­amt und Haupt­amt zu Fra­gen der Si­che­rung der Wert­schöp­fung aus Solar-Frei­flä­chen­an­la­gen für die die Re­gi­on re­fe­riert und dabei en­er­gie­wirt­schafts­recht­li­che, kom­mu­nal­wirt­schafts- und kom­mu­nal­ab­ga­ben­recht­li­che sowie pla­nungs­recht­li­che As­pek­te der Steue­rung von Solar-Frei­flä­chen­an­la­gen be­han­delt.

Do­ku­men­ta­ti­on der Ver­an­stal­tung (ex­ter­ner Link)

DR. TO­BI­AS THIEN­EL RAI­NER BÖKEL

Be­schluss des Schles­wig-Hol­stei­ni­schen Ober­ver­wal­tungs­ge­richts vom 23.08.2021
5 MB 10/21 – Be­mes­sungs­grund­la­gen für Zweit­woh­nungs­steu­er

STEU­ER­RECHT AB­GA­BEN­RECHT KOM­MU­NAL­RECHT

Nach­dem das Schles­wig-Hol­stei­ni­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt im Ja­nu­ar 2019 ent­schie­den hatte, dass die Be­mes­sung der Zweit­woh­nungs­steu­er gegen Art. 3 Abs. 1 GG ver­sto­ße, wenn dafür auf die an­hand des Miet­spie­gels zum Haupt­fest­stel­lungs­zeit­punkt 1. Ja­nu­ar 1964 ge­schätz­te Jah­res­roh­mie­te im Sinne des § 79 BewG ab­ge­stellt wird (2 LB 90/18), waren lan­des­weit viele Städ­te und Ge­mein­den ge­hal­ten, ihre Zweit­woh­nungs­steu­er­sat­zun­gen zu über­ar­bei­ten. In die­sem Zu­sam­men­hang waren wir für zahl­rei­che Städ­te und Ge­mein­den be­ra­tend tätig.

Mit Be­schluss vom 23.08.2021 hat das Schles­wig-Hol­stei­ni­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt nun erst­mals über die Er­he­bung der Zweit­woh­nungs­steu­er nach Maß­ga­be einer neu for­mu­lier­ten Be­mes­sungs­grund­la­ge ent­schie­den. Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt hat der Be­schwer­de gegen eine Ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richts im einst­wei­li­gen Rechts­schutz statt­ge­ge­ben und klar­ge­stellt, dass die Be­mes­sungs­grund­la­ge im Falle der Zweit­woh­nungs­steu­er (le­dig­lich) einen Bezug zu dem zu er­fas­sen­den Auf­wand auf­wei­sen müsse und dass auch ein Steu­er­satz in Höhe von 404 % nicht al­lein maß­geb­lich für die Be­ant­wor­tung der Frage sei, ob von der Steu­er eine er­dros­seln­de Wir­kung aus­ge­he. RA Prof. Dr. Mar­cus Arndt ist in dem Ver­fah­ren auf Sei­ten der im Be­schwer­de­ver­fah­ren er­folg­rei­chen Ge­mein­de tätig..

PROF. DR. MAR­CUS ARNDT

Ur­teil des Ham­bur­gi­schen Ober­ver­wal­tungs­ge­richts vom 12.05.2021
1 Bf 492/19 – HPA, Wes­ter­wei­te­rung EU­RO­GA­TE Con­tai­ner Ter­mi­nal Ham­burg

FACH­PLA­NUNGS­RECHT WAS­SER­RECHT UM­WELT­RECHT

Das Ham­bur­gi­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt hat am 12.05.2021 münd­lich über die Kla­gen von An­woh­nern der nörd­li­chen Elb­sei­te gegen den Plan­fest­stel­lungs­be­schluss für die „Wes­ter­wei­te­rung des EU­RO­GA­TE Con­tai­ner Ter­mi­nal Ham­burg (CTH)“ ver­han­delt. Im Juni 2019 hatte das Ver­wal­tungs­ge­richt in ers­ter In­stanz die Kla­gen ab­ge­wie­sen und die Recht­mä­ßig­keit des Plan­fest­stel­lungs­be­schlus­ses be­stä­tigt. Dem hat sich nun­mehr das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt an­ge­schlos­sen und mit sei­nem nach der Ver­hand­lung ver­kün­de­ten Ur­teil die Be­ru­fun­gen gegen das erst­in­stanz­li­che Ur­teil zu­rück­ge­wie­sen. RA Prof. Dr. Wolf­gang Ewer und RA Rai­ner Bökel haben in die­sem Ver­fah­ren er­folg­reich die bei­ge­la­de­ne Ham­burg Port Aut­ho­ri­ty AöR als Vor­ha­ben­trä­ge­rin ver­tre­ten.

PRES­SE­MIT­TEI­LUNG DES HAM­BUR­GI­SCHEN OBER­VER­WAL­TUNGS­GE­RICHTS

JURIS-NACH­RICHT (KOS­TEN­PFLICH­TIG) BE­RICHT BEI JUVE.DE

PROF. DR. WOLF­GANG EWER RAI­NER BÖKEL

Ur­teil des Bun­des­ar­beits­ge­richts vom 20.01.2021
7 AZR 52/20 – (Ver­gü­tung eines frei­ge­stell­ten BR-Mit­glieds, Be­wer­bung auf eine Be­för­de­rungs­stel­le)

AR­BEITS­RECHT / BE­TRIEBS­VER­FAS­SUNGS­RECHT

Die Mit­glie­der des Be­triebs­rats dür­fen nach § 78 Satz 2 Be­trVG wegen ihrer Amts­tä­tig­keit nicht be­nach­tei­ligt oder be­güns­tigt wer­den. Dies gilt auch für ihre be­ruf­li­che Ent­wick­lung. Aus § 78 Satz 2 Be­trVG kann sich i.V.m. § 611a Abs. 2 BGB ein un­mit­tel­ba­rer An­spruch des Be­triebs­rats­mit­glieds auf eine be­stimm­te Ver­gü­tung er­ge­ben, wenn sich die Zah­lung einer ge­rin­ge­ren Ver­gü­tung als Be­nach­tei­li­gung des Be­triebs­rats­mit­glieds wegen sei­ner Be­triebs­rat­s­tä­tig­keit dar­stellt. Für das Vor­lie­gen einer un­zu­läs­si­gen Be­nach­tei­li­gung trägt das Be­triebs­rats­mit­glied grund­sätz­lich die Dar­le­gungs- und Be­weis­last. Dabei ge­nügt es nicht, dass sich aus sei­nem Vor­trag er­gibt, die Be­för­de­rung auf eine höher be­zahl­te Stel­le sei ohne das Be­triebs­rats­amt mög­lich und wahr­schein­lich. Dies hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt ent­schie­den. Wir waren in dem Ver­fah­ren auf Sei­ten der be­klag­ten Ar­beit­ge­be­rin und er­folg­rei­chen Re­vi­si­ons­klä­ge­rin tätig.

DR. GYDE OTTO