EN­ER­GIE­WIRT­SCHAFTS­RECHT

ÖF­FENT­LI­CHES RECHT

Das En­er­gie­wirt­schafts­recht ist ein Teil­ge­biet des Wirt­schafts­ver­wal­tungs­rechts, das die lei­tungs­ge­bun­de­ne Ver­sor­gung mit Elek­tri­zi­tät und Gas be­trifft (wobei sich prak­tisch ver­gleich­ba­re Pro­ble­me auch bei der lei­tungs­ge­bun­de­nen Wär­me­ver­sor­gung er­ge­ben). Hier haben die – auf eu­ro­pa­recht­li­chen Vor­ga­ben be­ru­hen­de – Li­be­ra­li­sie­rung und die stär­ke­re Be­rück­sich­ti­gung um­welt-po­li­ti­scher Be­lan­ge zu neuen Rechts­fra­gen ge­führt. Un­se­re Be­ra­tungs­pra­xis be­trifft vor allem Kom­mu­nen und kom­mu­na­le En­er­gie­ver­sor­ger; sie reicht von der „Aus­schrei­bung“ von Kon­zes­si­ons­ver­trä­gen bis zu Fra­gen des ge­mein­sa­men En­er­gie­be­zugs (Ein­kaufs­ge­mein­schaf­ten). Das Recht der er­neu­er­ba­ren En­er­gi­en spielt dabei immer wie­der eine her­aus­ge­ho­be­ne Rolle. Kom­mu­nen, die in­no­va­ti­ve En­er­gie­mo­del­le pla­nen, fin­den bei uns eben­so ju­ris­ti­sche Un­ter­stüt­zung wie Be­trei­ber von Wind­kraft­an­la­gen und an­de­ren An­la­gen zur Er­zeu­gung er­neu­er­ba­rer En­er­gi­en (So­lar­an­la­gen, Bio­mas­se­an­la­gen).

Dabei gibt es er­heb­li­che Schnitt­stel­len mit un­se­rer pla­nungs­recht­li­chen und um­welt­recht­li­chen Tä­tig­keit, bei­spiels­wei­se bei der pla­ne­ri­schen Dar­stel­lung von Eig­nungs­ge­bie­ten, bei lan­des­pla­ne­ri­schen Ziel­ab­wei­chungs­ver­fah­ren oder bei Nach­bar­kon­flik­ten.

Auch das En­er­gie­wirt­schafts­recht ist ein Grenz­ge­biet zwi­schen öf­fent­li­chem Recht und Zi­vil­recht, da häu­fig auch ver­trag­li­che Fra­gen zu be­ar­bei­ten sind.